Neuerungen und Roadmap inserve Legal Tech Plattform

Neuerungen und Roadmap inserve Legal Tech Plattform

Die Entwicklung der inserve Legal Tech Plattform und Anwendungsbereiche schreitet rasant fort – hier erhalten Sie einen Überblick über die wesentlichsten Weiterentwicklungen: Welche technologischen Konzepte setzen sich durch? Welche Rechtsgebiete können wie unterstützt werden und was sind die nächsten Evolutionsstufen?

Unsere grundlegende Entwicklungsphilosophie basiert auf dem Konzept „Minimum Viable Product“ (MVP). Oberste Maxime ist es, so früh wie möglich Feedback der Anwender in die Entwicklung einfließen zu lassen. So können wir auf spezifische Kundenbedürfnisse und Praxisanforderungen zugeschnittene Lösungen anbieten, ohne kostspielige, nicht benötigte Fehlentwicklungen kompensieren zu müssen. Alle generalisierbaren Anforderungen fließen dabei in unsere Plattform zurück.

In diesem Sinne weiten wir auch kontinuierlich unsere Zusammenarbeit mit verschiedenen Kanzleien aus, um gemeinsam neue Geschäftsmodelle und neue Rechtsprodukte zu entwickeln.

Innovative rechtliche Anwendungsbereiche

In der Kanzlei Automatisierung ist das primäre Bestreben, die Interaktion mit dem Mandanten zu digitalisieren. Alle Beteiligten können so entlastet werden und die Kanzlei ist in der Lage, deutlich höhere Fallvolumina schneller und bei gleichzeitig niedrigeren Kosten zu bewältigen. Parallel entsteht die Grundlage für eine zukünftige teilautonome Fallverarbeitung durch intelligente Generierung von Schriftsatzvorschlägen. Die automatisierte Auswertung von E-Mail und Post, sowie die Integration der extrahierten Informationen in die bestehenden Kanzleisysteme durch direkte Aktenanlage und -ergänzung sind dabei übliche erste Schritte.

Bei unseren insolve Services ist die Konsistenzprüfung des digitalisierten Dokumentenbestands, die Tabellenführung, sowie das Substanziieren von Anfechtungsschreiben von größtem Wert für Insolvenzverwalter. Lücken im Dokumentenbestand können frühzeitig entdeckt und geschlossen werden, so dass die Verfahrensgrundlagen früh abgesichert werden können. Das Gruppieren der Dokumente nach Typ, Datum und Geschäftspartner sowie die Erkennung von Beleg- und Kommunikationsflüssen hilft, den Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit besser zu terminieren. Die anfechtbaren Zahlungen lassen sich, nach der systemgestützten Identifikation von Kenntnis bzw. Benachteiligungsabsicht auf der Plattform, ebenfalls einfacher herausfiltern.

Die mittels integrity Services bearbeiteten Kartellrechtsfälle zeichnen sich dadurch aus, dass im Private Enforcement strukturierte Transaktionsdaten und somit die Schadenhöhe aus den kaufmännischen Systemen gerichtsfest, mit Rechnungs- oder Buchungsdokumenten belegt werden können. Darüber hinaus bieten wir an, die gesamte Datenakquisition zu organisieren und bereits früh im Prozess eine einheitliche, konsistente Datengrundlage für Gutachter und Kanzlei bereit zu stellen. Alternativ können die relevanten Transaktionen können sogar direkt aus den Belegen erzeugt werden. Auf Abwehrseite sind wiederum Lücken zu identifizieren um die Bezweiflung der Klageschrift zu maximieren. Die Zuordnung geschieht auf der inserve Plattform automatisiert, wobei unvollständige oder schwer lesbare Dokumente identifiziert und soweit möglich einer Qualitätskorrektur unterzogen werden. Für Mandanten, Kanzlei und Gutachter reduziert sich der Arbeitsaufwand drastisch. Kanzlei und Gutachter können so schnell und präzise Streitwert und Erfolgschancen bewerten.

 

 

Innovative Machine Learning Plattform für intelligentes Dokumentenmanagement

Neben dem Ausbau unserer Full Service Basisdienstleistungen wie Scannen, Texterkennung, Archivierung und Entsorgung liefert die inserve Machine Learning Platform für intelligentes Dokumenten- und Datenmanagement insbesondere folgende neue und innovative Bausteine, die diese stark von anderen Lösungen am Markt unterscheiden.

  • Vollständige Ende-zu-Ende Verarbeitung von verschiedensten Eingangskanälen über die intelligente Strukturierung und Informationsextraktion bis zu verschiedensten Ausgangskanälen. Die jüngste Erweiterung erlaubt z.B. die Eingangsverarbeitung und die Weiterleitung der Ergebnisse in Form von Mails und Anhängen.
  • Verbesserung der Dokumentenqualität und Texterkennung durch Einsatz adaptiver Korrekturverfahren, die automatisch zum Beispiel Drehungen korrigieren, Scan Fragmente beseitigen und Kontraste verbessern. Darüber hinaus werden Sequenz Lernverfahren verwendet, um Zeichen- und Wortketten zu korrigieren.
  • Individuelle Anpassbarkeit und Lernfähigkeit – zum Beispiel im Hinblick auf individuelle Belegarten Hierarchien, spezifische zu extrahierenden Informationselemente wie Aktenzeichen, Identifikationsnummern, Zahlungsbedingungen, Normbezüge oder Artikel- / Positionsdaten.

 

Ausblick: im nächsten Schritt werden wir die automatisierte Fallbearbeitung und Schriftsatzerstellung ausweiten und die Einbindung in bestehende Kanzleisysteme weiter standardisieren. Die Lernfähigkeit der oben genannten Bausteine wird zudem kontinuierlich flexibilisiert und erweitert, um Erkennungsmöglichkeiten und -qualität weiter zu verbessern. Zudem steht die Ausweitung der adressierten Prozessschritte und Beteiligten auf der Agenda, um bereits Mandanten- und Datenakquisition effizienter zu gestalten. Und das ist nur ein kleiner Teil unserer Initiativen dieses Jahr.

Es gibt also nicht nur für unsere Maschinen noch viel zu lernen und entdecken – wir freuen uns in diesem Sinne darauf, mit Ihnen zusammen an der Umsetzung der Legal Tech Evolution zu arbeiten!

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